Migration

Integration bedeutet das Miteinander aller Menschen in Augsburg: von allen Generationen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Abstammung, Nationalität, Religion und sozialem Status, egal ob mit Behinderung oder ohne.

Eine Stadt für alle – das Weißbuch

20 Grundsätze für eine Integrationspolitik in Augsburg enthält das „Weißbuch“, das der Stadtrat 2007 einstimmig beschlossen hat. Es ist aus dem sogenannten „Grünbuch“ sowie Stellungnahmen aus allen gesellschaftlichen Bereichen hervorgegangen und dient als verbindliches Integrationsleitbild der Stadt.

„Integration bedeutet das konstruktive Miteinander der Menschen aller Gruppenzugehörigkeiten in Augsburg, gleich welcher ethnischen, kulturellen und religiösen Zugehörigkeit, gleich welcher Lebensweisen (Milieus), Lebensformen und Generationen. Allen Lebensformen gerecht zu werden erfordert eine fortgesetzte Verständigung über Grundwerte der Gesellschaft und realistische Chancen der Teilhabe, beispielsweise des Lebens- und Schulerfolges der Kinder und Jugendlichen. Eine so verstandene Integration ist eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und eine Querschnittsaufgabe der beteiligten Institutionen.“

Integrationsprojekte

Stadtteilmütter

Das Konzept

Kooperation Familie und Kindertagesstätte/ Mutter-Kind-Gruppe: in abgestimmter, paralleler Vorgehensweise übernimmt die Familie Verantwortung für die Herkunftssprache und die Kindertagesstätte für die deutsche Sprache.

Stadtteilmütter sind...

  • engagierte Frauen, die die Sprachentwicklung ihrer Kinder in die Hand nehmen und zur Integration beitragen
  • bereit, sich für den Erwerb der Sprachen zu qualifizieren und
  • bereit, dieses Wissen an andere Mütter ihres Stadtteils weiter zu geben

Die Kindertagesstätte, bzw. Mutter-Kind-Gruppe des Familien-Stützpunktes übernimmt im Gegenzug die Vermittlung der Deutschkenntnisse für die Kinder.

  • wichtiges Bindeglied zwischen Familie, Einrichtung Kindertagesstätte, Familien-Stützpunkt und Stadtteil.
  • Sprach- und Integrationsbotschafterinnen des „Bündnis für Augsburg“

Sorgentelefon

Neben den Telefonnummern der Beratungsstellen, des Kindernotrufes vom Kinderschutzbund und der Telefonseelsorge gibt es für Familien mit muttersprachlicher türkisch/russischer Herkunft das Angebot des PUSULA und des SMENA ( 0821 4550044) – Sorgentelefons.

 

Die Sorgentelefone sind ein anonymes Gesprächsangebot für Kinder, Jugendliche, Eltern und Erwachsene jeden Alters. Die Anrufe werden von Freiwilligen in türkischer und russischer Sprache entgegen genommen und beantwortet.

 

Die Sorgentelefone bieten einen ersten Kontakt und öffnen den Weg zu den Hilfeangeboten in Augsburg (Ämter und Dienststellen, Arbeitsverwaltung, allgemeine und spezialisierte Beratungsstellen). Sie vermitteln Kontakte zu den laufenden Projekten und schaffen so möglichem Engagement einen Platz. Die Sorgentelefone sind so ein Beitrag des „Bündnis für Augsburg“ zur Integration.

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