Integrationsentwicklungskonzept

Mit einem Integrationsentwicklungskonzept positioniert sich die Stadt Augsburg als Verwaltung und als größte Arbeitgeberin in der Region. Es zeigt die Wichtigkeit der Themen Migration und Integration als zentrale kommunale Querschnittsaufgaben und schafft damit ein positives Klima, in dem sich Menschen mit all ihrer Vielfalt angenommen fühlen. Solange es messbare Unterschiede beim Zugang zu zentralen Bereichen, wie Ausbildung, Bildung, Arbeitsmarkt, Wohnungsmarkt, Kultur, Gesundheit etc. gibt, ist eine gleichberechtigte Teilhabe noch nicht erreicht. In diesem Sinne verstandene Integration möchte Benachteiligungen in diesen Bereichen ausgleichen. Das Konzept dient als Handlungsleitlinie für die Integrationspolitik- und -arbeit in der Stadt. Es fungiert als verbindliches Regelwerk und verdeutlicht damit wie wichtig die Verwaltung den sicht- und messbaren demografischen Wandel in der Stadt und den Stadtteilen nimmt. Es beschreibt die grundlegenden Rahmenbedingungen für einen respektvollen und gleichberechtigten Umgang zwischen Menschen ohne und mit Migrationshintergrund auf der Basis des Grundgesetzes

Ein Integrationsentwicklungskonzept definiert gemeinsame Ziele und Werte, legt Handlungsfelder fest und analysiert den Stand der Integration (den Stand der gleichberechtigten Teilhaben) anhand von Indikatoren. Auf dieser Basis werden Handlungsempfehlungen ausgesprochen und Ziele für die nächsten Jahre festgelegt. Integration wird als gleichberechtigte Teilhabe verstanden. Sie ist keine Einbahnstraße, sondern fordert von allen in einer Stadt lebenden Menschen und deren Einrichtungen ab, immer wieder auf der Basis des geltenden Grundgesetzes, die Regeln für das Zusammenleben neu auszuhandeln.

- Das Konzept richtet sich zum einen an die Verwaltung, die mit dem Prozess der interkulturellen Öffnung, und damit einhergehend, Personalentwicklung, Organisationentwicklung und Monitoring ihre Mitarbeiterschaft fit macht für die Arbeit in der modernen vielfältigen Stadt.

- Das Konzept richtet sich auch an Augsburger*innen mit und ohne Migrationshintergrund, und verdeutlicht, dass Migration der Normalfall in der Geschichte ist, und dass Städte davon – bei allen möglichen Problemen -  profitieren.

- Das Konzept spricht Menschen an, die neu in die Stadt kommen, und die die nötigen Informationen und Hilfestellungen bekommen, und sich auch mit den Werten und Normen dieses Landes vertraut machen. (Willkommenskultur)

- Das Konzept richtet sich aber auch an jene, die schon seit Generationen hier wohnen und die in ihrer Leistung anerkannt werden. (Anerkennungskultur)

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