Es war einmal...

Für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer ist es ganz selbstverständlich, dass der Arbeitgeber die Lohnsteuer automatisch an die Finanzverwaltung abführt. Um dies tun zu können, benötigt der Arbeitgeber jedoch einige Informationen (so genannte Lohnsteuerabzugsmerkmale) von seinen Arbeitnehmern, wie zum Beispiel die Steuerklasse oder die Höhe bestimmter Freibeträge. Als Träger dieser Informationen diente bislang die Lohnsteuerkarte. Jeder Steuerpflichtige erhielt die Lohnsteuerkarte seitdem jährlich von der Gemeindeverwaltung und reichte sie anschließend an den Arbeitgeber weiter.
Durch den technischen Fortschritt lässt sich dieses Verfahren nun deutlich einfacher gestalten. In einem ersten Schritt wurde dazu bereits die Rückseite der Lohnsteuerkarte überflüssig gemacht. Die dort vorgesehenen Informationen (Jahreslöhne, -steuern und -abgaben) werden seit geraumer Zeit elektronisch von den Arbeitgebern an die Finanzverwaltung übermittelt. Die Arbeitgeber brauchen seitdem die Lohnsteuerkarten am Ende des Jahres nicht mehr an ihre Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zurücksenden.

Ab dem Jahr 2012 werden die Informationen auf der Vorderseite der Lohnsteuerkarte elektronisch bereit gestellt. Der Arbeitgeber erhält die Lohnsteuerabzugsmerkmale dann direkt von der Finanzverwaltung. Damit ist die Lohnsteuerkarte als Träger dieser Informationen nicht mehr notwendig. Die Herstellung und Verwaltung von Lohnsteuerkarten ist somit nicht mehr erforderlich. Davon profitieren Sie als Bürger ebenso wie die Arbeitgeber, Gemeinden und die Finanzverwaltung.

Für das Lohnsteuerjahr 2010 haben Sie letztmalig eine Lohnsteuerkarte erhalten. Diese Lohnsteuerkarte gilt auch für das Lohnsteuerjahr 2011.

Noch mehr Informationen finden Sie im untenstehenden Link.

www.elster.de

 
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