Grundschule Göggingen West. Foto: Siegfried Kerpf/Stadt Augsburg

Das Programm – 300 Millionen für unsere Schulen

Die Stadt Augsburg ist für 70 Schulen im Stadtgebiet zuständig. Viele davon sind nun in die Jahre gekommen. Oft wurde in den vergangenen Jahrzehnten nur das nötigste unternommen, um die Bausubstanz der Schulen zu erhalten. Eine erste baufachliche Bestandsanalyse des Schulverwaltungsamtes ergab im Jahr 2014, dass in 49 der 70 Schulen gesteigerter Sanierungsbedarf besteht. Ein Investitionsstau, der nun bis zum Jahr 2030 durch das Projekt „300 Millionen für unsere Schulen“ weitgehend aufgelöst werden soll.

Das Hochbauamt der Stadt und die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung (AGS), welche auch die bauliche Umsetzung übernehmen, erstellten zusammen mit dem Schulverwaltungsamt einen Zielkatalog zur Priorisierung der einzelnen Bau- und Sanierungsmaßnahmen. Mit Blick auf die gestiegenen Anforderungen im Bereich des Brandschutzes orientiert sich dieser Zielkatalog maßgeblich auch an sicherheitsrelevanten Belangen.

Der Augsburger Stadtrat stimmte dem Sanierungsprogramm zur Ertüchtigung der Schulen mit einem Grundsatzbeschluss am 23. Oktober 2014 zu. Finanziert wird das Bildungsförderprogramm über zinsgünstige Kredite und Fördermittel des Freistaates Bayern.

Bau, Brandschutz und Barrierefreiheit

Jede der 70 Augsburger Schulen hat individuelle Ausprägungen und Bedürfnisse. Von großer Vielfalt ist deshalb, wie und was vor Ort umgebaut und saniert, modernisiert und investiert wird. Nach ersten Schätzungen zum jetzigen Zeitpunkt teilen sich die „300 Millionen für unsere Schulen“ allgemein zusammenfassend auf folgende sechs Bereiche auf:

Bauliche Modernisierung

Ein Großteil der Investitionen wird, auch hinsichtlich der Energieeffizienz, für die Erneuerung von Fenstern, Türen und Böden verwendet. Weitere Maßnahmen sind die Sanierung von Dächern und Fassaden, der Austausch maroder Leitungen sowie die Schaffung oder Verbesserung von Räumen.

Grundschule Göggingen West. Foto: Siegfried Kerpf
Grundschule Göggingen West. Foto: Kerpf

Brandschutz/Sicherheit

Zum Wohl der Schüler haben sich die gesetzlichen Vorgaben im Laufe der Jahre maßgeblich verändert. Erhöhte Auflagen betreffen beispielsweise die Sicherstellung eines zweiten baulichen Rettungsweges oder die Abtrennung der Schulgebäude durch Brandschutztüren.

Brandschutztüre. Foto: Siegfried Kerpf
Brandschutztüre an der Herrenbach-Schule. Foto: Kerpf

Barrierefreiheit

Auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sollen sich im Schulgebäude unkompliziert bewegen können. Aufzüge und Treppenlifte überbrücken die Geschosse und Ebenen, zudem werden geeignete Sanitäranlagen eingerichtet.

Treppenlift. Foto: Siegfried Kerpf
Treppenlift in der Herrenbach-Schule. Foto: Kerpf

Außensportanlagen und Pausenhöfe

Für den Sportunterricht und Freizeitgestaltung werden moderne Außensportanlagen wie Hartplatz, Laufbahn oder Rasenspielfeld geschaffen. Ansprechend gestaltete Pausenhöfe machen den Schulalltag angenehm.

Hartplatz Heinrich-von-Buz-Realschule. Foto: Siegfried Kerpf
Hartplatz Heinrich-von-Buz-Realschule. Foto: Kerpf

Modernisierung des Schulbetriebs

An reinen Grundschulen kann beispielsweise nur die Schulbücherei, der Werk-/Textilraum und der EDV-Raum neu eingerichtet werden, an Gymnasien kommen zusätzlich die kompletten naturwissenschaftlichen Fachräume hinzu.

Physikraum Peutinger-Gymnasium. Foto: Silvio Wyszengrad
Physikraum Peutinger-Gymnasium. Foto: Wyszengrad

Sanitäranlagen

In vielen Fällen entsprechen die sanitären Anlagen nicht mehr den heutigen Standards. Auch diese werden nach und nach saniert und modernisiert.

Toiletten Gymnasium bei St. Stephan. Foto: Siegfried Kerpf
Toiletten im Gymnasium bei St. Stephan. Foto: Kerpf
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