Neue Wehrwalze für den Hochablass

23.01.2018 13:41 | Kategorie: Freizeit, Kultur

Am heutigen Dienstag wurde die neue Wehrwalze am Hochablass angeliefert. Zwei Autokräne haben den 30 Tonnen schweren Walzenkörper eingehoben. Im Lauf des Nachmittags wird der Fußgängersteg wieder freigegeben.


Rund 30 Tonnen wiegt das neue Walzenwehr. Zwei Autokräne hievten es in die richtige Position. Foto: Annette Zoepf/Stadt Augsburg

Das Walzenwehr geht damit noch nicht in Betrieb. Hierfür bedarf es noch Montage- und Rückbauarbeiten, welche je nach Witterung voraussichtlich bis Mitte oder Ende Februar andauern werden.
 

Walze gleicht ihrem historischem Vorbild

Das Erscheinungsbild der neuen Wehrwalze entspricht dem im Oktober ausgebauten, maroden und nicht mehr sanierungsfähigen Walzenkörper, der nach über 100 Jahren in Betrieb ersetzt werden musste. Der Hochablass steht unter Denkmalschutz und ist ein wichtiger Bestandteil der Augsburger Welterbe-Bewerbung. Daher ist ein sensibles Vorgehen der Stadt bei den Bauarbeiten unerlässlich.

Um das historische Erscheinungsbild des Walzenwehrs zu erhalten, wird der neue Antrieb neben der historischen Mechanik im Glockenturm installiert. Auch wird die neue Walze so aussehen wie das 20 Meter breite historische Vorgänger-Exemplar aus dem Jahr 1911. Die alte Walze wird aufgehoben und soll auch künftig der Öffentlichkeit gezeigt werden, damit die technische Entwicklung und Bedeutung des Hochablasses nachvollzogen werden kann.
 

Die technische Sanierung

Der Hochablass wird seit mehreren Monaten saniert und war deshalb bis Ende des vergangenen Jahres auch gesperrt. Es wurden bereits alte Betonelemente abgebrochen und erneuert. Die Stadtwerke haben zudem eine neue Wasserleitung auf den Pfeilern verlegt. Parallel zur Erneuerung des Fußgängerstegs wurde auch das marode Walzenwehr ausgebaut und erneuert. Mit der aktuellen Instandsetzung werden auf Jahrzehnte hinaus Wirtschaftlichkeit, sowie Stand- und Verkehrssicherheit des Hochablasses garantiert. Insgesamt werden für die technische Erneuerung des Hochablasses 3,1 Mio. Euro investiert. (pm/rs)




+ -