Einführung des einheitlichen Euro-Zahlungsraumes SEPA bei der Stadt Augsburg

26.11.2013 12:46 | Kategorie: Bürgerservice & Rathaus

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehr (SEPA = Single Euro Payments Area) wird Realität. Dieser Herausforderung hat sich auch die Stadt Augsburg zu stellen.


Die IBAN (International Bank Account Number)wird in Zukunft die Kontonummer ersetzen. Thorben Wengert/pixelio.de

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehr wird Realität. Dieser Herausforderung hat sich auch die Stadt Augsburg zu stellen.

SEPA wird zum 1. Februar 2014 eingeführt. Ab diesem Zeitpunkt muss die Umstellung auf SEPA erfolgt sein, da die bisherigen Zahlungswege nicht mehr möglich sind.

So sind künftig anstelle von Bankleitzahl und Kontonummer die IBAN (International Bank Account Number) sowie der BIC (Business Identifier Code) zu verwenden. Diese Änderungen betreffen sowohl die Ein- und Auszahlungen als auch die Lastschriftverfahren. Für Privatpersonen gibt es eine Übergangsfrist bis 01.02.2016. Sie können bei Überweisungen noch die alten Kontodaten (Bankleitzahl und Kontonummer) verwenden; die Umwandlung auf IBAN und BIC wird durch die Banken erledigt.

Die IBAN setzt sich zusammen aus dem Ländercode (DE), der Prüfziffer (2 Stellen), der Bankleitzahl von 8 Stellen sowie der Kontonummer (10 Stellen), insgesamt 22 Stellen.

Der BIC (auch als SWIFT-Code bekannt) ist die weltweit eindeutige Identifizierung von Kreditinstituten. Der BIC ist elf Stellen lang und setzt sich wie folgt zusammen:

  • Bankkürzel (4)
  • Ländercode (2)
  • Ortscode (2)
  • Filial- oder Abteilungskürzel (3)

 

 

Bei den Lastschriftverfahren ergeben sich darüber hinaus noch weitere grundlegende Änderungen. So werden die Abbuchungen künftig durch ein sog. SEPA-Lastschriftmandat, das die bisherige Einzugsermächtigung ersetzt, legitimiert. Die Mandate müssen eine Mandatsreferenznummer enthalten, um die Abbuchungen eindeutig zu kennzeichnen. Die Mandate müssen schriftlich im Original vorliegen, eine Übermittlung per Fax oder eingescannt per E-Mail genügt nicht.

Vor dem Lastschrifteinzug hat der Zahlungsempfänger den Zahlungspflichtigen über den geplanten Einzug schriftlich mittels einer Vorabinformation (Prenotifikation) zu unterrichten. Bei den Vorlaufzeiten hat sich die Stadt Augsburg am Bund und an den Ländern orientiert und die Frist auf mindestens einen Tag festgesetzt.

Bisherige Einzugsermächtigungen können unter bestimmten Voraussetzungen in SEPA-Lastschriftmandate umgedeutet werden, ansonsten sind sie neu anzufordern.

Die Stadt Augsburg hat sich dazu entschlossen, hier zweigleisig zu verfahren. Die Mandate für die Gewerbesteuer werden neu eingeholt. Dies dient vor allem dem Zweck der besseren Nachweisbarkeit. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des sparsamen Umgangs mit Steuermitteln werden die übrigen Abgabearten umgedeutet.

Die Gewerbesteuermandate wurden erstmals Ende September angefordert, Anfang November erging ein Erinnerungsschreiben. Sollten keine neuen Mandate erteilt werden, so werden die Zahlungspflichtigen zu Barzahlern.

Seit Mitte November stehen die neuen Lastschriftmandate den Dienststellen und auch den Bürgern zur Verfügung. Sie können im Internet unter http://www.augsburg.de/buergerservice-rathaus/buergerservice/dienste-a-z/aemterweise/leistungen-kaemmerei-und-steueramt-mit-stadtkasse-und-leihamt-stadtkasse/formulare-stadtkasse/ abgerufen werden.

Die Umdeutung der Grundbesitzabgaben erfolgt Ende November. Hier werden über 60 000 Schreiben versandt. Die Umdeutungen der übrigen Forderungen (Mieten, Hundesteuer, Friedhofsgebühren u.a.) sind im Januar 2014 vorgesehen; hier ist mit weiteren 40 000 Benachrichtigungsschreiben zu rechnen.

Bei den Umdeutungen entsteht den Bürgern praktisch kein Aufwand. Sie müssen lediglich die IBAN und den BIC prüfen. Diese können sie ihren Kontoauszügen entnehmen. Sind die Angaben korrekt, ist nichts weiter zu veranlassen.

Viele Bürger werden deshalb in den nächsten Tagen und auch künftig mehrere Schreiben erhalten. Dies ist für die Stadt Augsburg wesentlich kostengünstiger, als die Schreiben manuell zu bearbeiten bzw. auszusortieren.

Für Fragen stehen Kassenverwalter Kempter (0821/324-9100) sowie seine Mitarbeiter/innen Herr Hefele (0821/324-9105), Frau Praschek (0821/324-9107) und Frau Polzer (0821/324-9109) zur Verfügung.

 

 




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