Augsburg in Bourges: Die Feier geht weiter!

10.10.2017 09:39 | Kategorie: Bürgerservice & Rathaus

Seit 50 Jahren pflegen Bourges und Augsburg eine intensive Städtepartnerschaft. Im Mai waren zahlreiche Vertreter aus Frankreich in der Fuggerstadt. Nun folgt der Gegenbesuch: Am Donnerstag, 12.10.2017, reist eine Delegation für vier Tage nach Bourges. Angeführt wird sie von Bürgermeisterin Eva Weber.


Arthur Geh (links) übergibt Dieter Saborowski, Städtepartnerschaftsbeauftragter im OB-Referat, das textile Gastgeschenk aus dem tim für die Freunde in Bourges. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Mit rund 200 Personen ist es die größte Delegation, die sich seit Gründung der Städtepartnerschaft 1967 von Augsburg auf den Weg nach Bourges macht. Neben den Stadtratsmitgliedern Ingrid Fink (CSU), Dr. Pia Haertinger (Bündnis 90/Die Grünen) und Alexander Süßmair (Die Linke) sowie Bildungsreferent Hermann Köhler reisen auch Vertreter von Organisationen und Vereinen mit, die seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen zu ihren Partnereinrichtungen in Bourges pflegen.
 

100 Schülerinnen und Schüler aus drei Gymnasien

Dazu zählen der Augsburger Volkstanzkreis, die Europa-Union Augsburg, die Feuerwehr Augsburg, der Polizeimotorrad-Sportclub Augsburg, der Deutsche Hausfrauenbund/Ortsverband Augsburg, das Bridgezentrum Augsburg, die Hochschule Augsburg und die Deutsch-Französische Gesellschaft (DFG) Augsburg. Mit von der Partie sind außerdem rund 100 Schülerinnen und Schüler mit ihren Klassenlehrern und Schulleitern des Maria Theresia-, Holbein- und Jakob Fugger Gymnasiums. Sie reisen traditionell im Herbst zum Austausch nach Bourges.
 

Köche, Chöre, Praktikanten

„Ob Schüler, Sportler, Köche, Musiker und Tänzer, Chöre, Künstler, Praktikanten, Studenten, Seniorenverbände oder Feuerwehrleute – die Palette an Bereichen beiderseitiger Aktivitäten ist beeindruckend groß und zeigt, dass diese Partnerschaft tatsächlich eine gelebte Partnerschaft ist, die die Bürger von Anfang an mit einbezogen hat“, so Bürgermeisterin Eva Weber.
 

Sich der Lebensweise des anderen öffnen

Einer der Höhepunkte der Delegationsreise ist die Eröffnung der Ausstellung „La caricade franco-allemande“ im Rathaus von Bourges. „Das Ausstellungskonzept öffnet den Blick auf das jeweilige Nachbarland und stellt auf unterhaltsame aber auch nachdenkliche Weise die deutsch-französische Beziehung dar“, so Bürgermeisterin Weber und verweist auf den Grundgedanken jeder internationalen Kommunalpartnerschaft, der darin bestehe, „dass sich beide Partner gegenüber Kultur, Lebensweise und Tradition des anderen öffnen. Diese Unterschiede in Mentalität und Lebensweise sind das Salz in der Suppe unserer Beziehungen.“
 

Neues Schild im Park Victor Hugo

Die Städtepartnerschaft zwischen Augsburg und Bourges ist eine der mittlerweile 400 bestehenden deutsch-französischen Partnerschaften im Freistaat Bayern. Sie wird in Bourges zum Auftakt der zentralen Partnerschaftsfeier auch mit einer neuen Beschilderung im Park Victor Hugo gewürdigt.
 

Textiles Gastgeschenk aus dem tim

Als besonderes Gastgeschenk hat Bürgermeistern Weber einen Wandteppich aus dem Textil- und Industriemuseum (tim) mit im Gepäck. Er wurde für diesen Anlass von Arthur Geh, dem Leiter der Textilmaschinentechnik im tim, in der Größe 1.30 mal 1.00 Meter aus einem Baumwoll-Polyestergemisch als Einzelstück gefertigt. Mit Rathaus, Perlach und Rathausplatz zeigt die textile Arbeit Augsburgs „Gute Stube“ als Motiv. Mit beteiligt an der Idee für das verbindende Gastgeschenk war Siegfried Paintner, Mitglied im Vorstand des Förder- und Freundeskreises tim e.V. und ehrenamtlicher Leiter des tim-Museumsshops.
 

Deutsch-Französische Gesellschaften als wichtige Vermittler

Für eine lebendige Städtepartnerschaft spielen, so Bürgermeisterin Eva Weber, vor allem auch die Deutsch-Französischen Gesellschaften eine wichtige Rolle. „Nicht nur dass die DFG Augsburg die Busreisen für alle Partnervereine zur Jubiläumsfeier nach Bourges organsiert hat. Die Organisation überwindet auch sprachliche Barrieren, ist Vermittler und Brückenbauer. Denn Politik und Staat schaffen zwar den offiziellen rechtlichen Rahmen für eine Städtepartnerschaft. Aber das persönliche und menschliche Näherkommen muss direkt und unmittelbar zwischen Bürgerinnen und Bürgern geschehen. Dazu hat die Deutsch-Französische Gesellschaft ganz entscheidend beigetragen.“ (pm/rs)




+ -